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Netzwerktreffen Athen 2017

Eine Initiative im Rahmen des Robert Bosch Kulturmanager Netzwerks

Ein Projekt von COMM’ON, Athens: Marou Chatzopoulou, Stelios Voulgaris und Silke Wittig

6. bist 9. Juli 2017, Athen, Griechenland

Vom 6. Bis zum 9. Juli veranstaltete die Organisation COMM’ON in Athen das 3. Zweijährige Netzwerktreffen des Robert Bosch Kulturmanager Netzwerks, zu dem 67 Alumni der verschiedenen Kulturmanager Programme, Actors of Urban Change, Tandem Shaml und Tandem Europe zusammenkamen.
Warum Athen? Die extremen sozialen Herausforderungen, mit denen sich die Stadt Athen seit einigen Jahren konfrontiert sieht, haben sich als fruchtbarer Boden für partizipative interdisziplinäre Aktivitäten im zivilgesellschaftlichen und kulturellen Bereich entpuppt. Die vielen Initiativen haben sowohl einen Diskurs über transformatorische Prozesse durch Kultur ermutigt als auch das Experimentieren mit neuen Techniken als Antwort auf das soziale Leben in der Stadt ermöglicht. Ferner wurde die documenta zum ersten mal in ihrer Geschichte nicht nur in Kassel, sondern auch gleichberechtigt in einer zweiten Stadt ausgetragen: in Athen. Vom 8. April bis zum 16. Juli öffnete die documenta 14 ihre Türen an über 40 Orten in Athen, verteilt auf das gesamte Stadtgebiet. Die bedeutende internationale Weltkunstschau hat nicht nur die lokale Szene bereichert und Kulturakteure und Besucher aus der ganzen Welt angezogen, sie hat ebenfalls einen disziplinübergreifenden kritischen Diskurs und Lernprozess über kulturelle Transformationen in Bewegung gesetzt.

Gemeinsam mit weiteren 24 Stipendiaten und Alumni des Programms START – Create Cultural Change tauchten wir in die Kulturszene Athens ein und trafen lokale Akteure verschiedener Bereiche und Arbeitsfelder. Wir besuchten sowohl Orte der freien Szene als auch Institutionen sowie einige Ausstellungsorte der documenta 14. Nach intensivem Brainstorming innerhalb des Netzwerks entwickelten wir Ideen, diskutierten und initiierten neue Projekte. Neben Storytelling Sessions, Diskussionen und Präsentationen rund um die zentralen Themen „Festivalisierung der Künste und der Einfluss internationaler Festivals auf die lokale Szene“, „Politische Strategien in der Kunst – Welche Rolle kann die Kunst politisch spielen?“, „Methoden und Wirkung kultureller Bildung“, „Nachhaltigkeit von Projekträumen und freien Strukturen“, „Aktive Bürgerschaft: Sozialer Wandel durch kleine Taten“, „Aktive Gemeinschaften und urbaner Aktivismus“ bündelten wir unsere Energien und Synergien in Arbeitstreffen und Gesprächsplattformen. Wir verliehen unseren Stimmen Ausdruck und formulierten sowohl unsere individuellen also auch kollektiven Bedürfnisse und Erwartungen an das Netzwerk und seine Mitglieder. Abschließend wurden die Prioritäten benannt und Arbeitsgruppen gegründet, mit dem Ziel, die Potenziale des Netzwerks zu stärken und das Netzwerk mit Blick in die Zukunft auf die nächste Stufe zu bringen.
 

Fotos: Panos Georgiou