Kontakt

Deutsche Tage in Astrachan 2015

Ein Projekt von Kathrin Oerters

Gastinstitution: Direktion zur Realisierung von Festivals, Wettbewerbs- und Kulturgroßveranstaltungen, Astrachan

2014 - 2015, Astrachan (Russland)

Zweimal fanden die „Deutschen Tage“ in Astrachan statt. 2014 standen sie unter dem Motto »Kunst der Stadt – Stadt der Kunst«. Die deutsche Choreografin Anna Anderegg und der italienische Musiker Marco Barotti ließen gemeinsam mit dem Astrachaner Straßentheater Dritte Dimension ortsspezifische Choreografien im öffentlichen Raum entstehen, in denen sie sich mit der städtischen Umgebung und Architektur auseinandersetzten. Mit den Besonderheiten des künstlerischen Arbeitens im öffentlichen Raum befassten sich auch Astrachaner Kunststudenten in einem Workshop von Dr. Renate Buschmann, Direktorin des inter media art institute in Düsseldorf, aus dem die Ausstellung „20 Fenster“ hervorging. Das Hörstück der Künstlergruppe LIGNA „Walking the City“ richtete die Aufmerksamkeit der Astrachaner beim gemeinsamen Stadtspaziergang auf das Gehen als physische und kulturelle Bewegungsform. Daneben standen zwei Inszenierungen zeitgenössischer deutscher Theaterstücke, Videokunst- und Kurzfilmvorführungen sowie eine Fotoausstellung auf dem Programm.

2015 fand das Festival im Astrachaner Wohnbezirk Dritter Südwesten statt. Eine zwischen zwei Häuserreihen gelegene Grünfläche wurde in einen Ort verwandelt, an dem Bürger zeitgenössische Kunst erleben und mitgestalten konnten. Mit Matthias Einhoff vom Berliner Zentrum für Kunst und Urbanistik diskutierten sie Argumente für Kunst im öffentlichen Raum und entwickelten ortspezifische Arbeiten im Park. Die Asphalt Piloten inszenierten mit dem Astrachaner Straßentheater Dritte Dimension und den Theaterstudenten des Astrachaner Staatlichen Konservatoriums die Video- und Soundinstallation „Around the Block“, die sie an die Wände zweier neunstöckiger Hochhäuser projizierten.

Partner und Förderer: Deutsche Botschaft Moskau, Pro Helvetia Stiftung, zahlreiche russische Partner

Fotos: Leila Karipowa und Dnigermanii