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Art Matters – zeitgenössische Kunstpraktiken in postmigrantischen Gesellschaften

Eine Initiative im Rahmen des Robert Bosch Kulturmanger Netzwerks.

Ein Projekt von Virág Major, Hannah Marquardt und Christine Rahn.

1. September 2015 bis 31.März 2018, Berlin, Deutschland

Seit einigen Jahren erfahren zeitgenössische Produktionen, Projekte, Initiativen und Programme in den Künsten, die die aktuellen Migrationsbewegungen in den Fokus rücken, zunehmende Aufmerksamkeit.

Zahlreiche Akteure im Kunstbereich befassen sich mit Fragen der Migration und ihren Protagonisten. Darüber hinaus haben sich vielfältige Förderstrukturen entwickelt, die Geflüchtete in den künstlerischen Produktionsprozess einbeziehen, von Stipendien für Künstler/innen bis hin zu großen und kleinen Projektfinanzierungen, die sich besonders an junge Menschen als Zielgruppe richten, vor allem im Zuge von Projekten in der kulturellen Bildung. Während die Handlungsspielräume voller Möglichkeiten stecken, um unmittelbar den offenkundigen Bedürfnissen in selbstorganisierter, gemeinschaftsorientierter und aktivistischer Praxis zu begegnen, müssen die gesellschaftspolitischer Rahmenbedingungen fortwährend herausgefordert werden. Doch eines ist sicher: Kunst spielt als Triebkraft für sozialen Wandel eine zentrale Rolle und bestärkt Gesellschaften in ihrer ganzen Vielfalt, worin Migration ein integraler Bestandteil ist.

In einer praktisch angelegten Workshopreihe wollen wir uns mit gegenwärtigen Ansätzen und vielfältigen Engagementformen kritisch auseinandersetzen. Dabei sollen die eigenen Praktiken, Methoden und Visionen der Teilnehmenden näher betrachtet werden, unter Berücksichtigung der politischen und theoretischen Implementierung von Diversitäts- und Inklusionskonzepten in all ihrer Ambivalenz. Unser Programm ist als gemeinschaftliches Forum konzipiert, um Bottom-Up-Lernprozesse und den Austausch von Wissen und Erfahrungen zu ermöglichen. Um neue transnationale Perspektiven auf professioneller Ebene zu eröffnen, arbeiten wir mit namhaften Experten wie Künstler/innen, Kurator/innen, Vermittler/innen und Policy-Maker/innen aus Berlin, Deutschland, Europa und der MENA-Region zusammen, die die Workshops moderieren.

Fotos: Lisa Maier