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Ausstellungsprojekt "Das Gespräch vor dem Gespräch" / Symposium "Die Schönheit des Nichtverstehens"

Verstehen, Verständnis und Verständigung im internationalen Kulturaustausch.

Eine Initiative im Rahmen des Robert Bosch Kulturmanager Netzwerks.

Ein Projekt von Kathrin Hartmann, Jessica Laignel und Susanne Weiß.

Oktober 2012 bis Januar 2013 (Ausstellung) und Dezember 2012 (Symposium), Heidelberger Kunstverein (Deutschland)

Ziel des Projekts war es, die Voraussetzungen für die internationale Kulturzusammenarbeit und für den grenzüberschreitenden Dialog zu reflektieren und mit dem Erfahrungswissen der Teilnehmer zu konfrontieren. Dabei ging es nicht darum, einen verbindlichen Handlungskatalog für eine bessere Praxis zu erarbeiten sondern vielmehr darum, in einem offenen Dialog Anregungen für die eigene Haltung in der internationalen Kulturarbeit zu sammeln und die persönliche Perspektive kritisch zu hinterfragen.

Ausgehend von dem Konzept des "Kulturellen Übersetzens" wurde gemeinsam mit Theoretikern und Praktikern die offizielle Rhetorik des interkulturellen/internationalen Dialogs hinterfragt und über die Voraussetzungen für einen gelingenden Kulturaustausch diskutiert.

Das Projekt bestand aus einer interdisziplinären Ausstellung und einem internationalen Symposium. Die Ausstellung wurde von den drei Veranstalterinnen gemeinsam kuratiert. Die ausgewählten Positionen von Hannah Hurtzig, Bouchra Ouizguen und Serhij Zhadan sowie von Roland Fürst standen stellvertretend für subjektive Erfahrungen und Begegnungen mit Künstlern in ihrer Zeit als Robert Bosch Kulturmanagerinnen. Die gezeigten Arbeiten aus den Bereichen Literatur, Performance, künstlerischer Recherche und Fotografie standen stellvertretend für die Übersetzungsleistungen, die Kunst im internationalen Kulturaustausch vollbringen kann und machten andererseits deutlich, welche Herausforderungen dies mit sich bringt.

Dem Symposium vorgeschaltet war ein call for participation an das Robert Bosch Kulturmanager Netzwerk. Unter der Überschrift "Wann gelingt Kulturaustausch?" wurden die Kulturmanager gebeten, ihre Erfahrungen hierzu kurz zu skizzieren. Die eingesendeten Beiträge der Teilnehmenden aus dem Netzwerk ermöglichte die (kostenlose) Teilnahme am Symposium. Die Teilnehmer wurden eingeladen ihre Erfahrungen in der internationalen Kulturarbeit direkt in die Diskussion einzubringen

Ein weiteres Ziel war es, die Zusammenarbeit zwischen den Kulturmanagern im Netzwerk und auch darüber hinaus zu stärken. Es wurde ein Forum geboten um den Austausch unter den Alumni zu fördern und gemeinsam die eigenen Erfahrungen als Robert Bosch Kulturmanager zu reflektieren sowie mit anderen Praktikern und Theoretikern aus verwandten Bereichen ins Gespräch zu kommen.