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The Ideal State/Utopia City

Ein Projekt von Virág Major

Gastinstitution: dOCUMENTA(13), Kassel

Mai 2012, dOCUMENTA(13), Kassel (Deutschland)

"The Ideal State/Utopia City" war ein experimentelles, non-formales Ausbildungsprojekt, das von der aktuellen politischen Situation in Ungarn und dem Kontext der dOCUMENTA(13) ausging. Die documenta und das Land Ungarn waren die zwei Kontrapunkte des Projekts: Die documenta ist die bedeutendste internationale Ausstellung für zeitgenössische Kunst und hat neben ihrem Anspruch auf Veränderung eine starke gesellschaftliche Resonanz. In Ungarn, einem Land, das aktuell durch politische Probleme und Störungen sowie durch eine gesellschaftliche Lähmung geprägt ist, sind die documenta-Ausstellungen noch weitgehend unbekannt.

Die Leitfrage des Projektes lautete: Wie kann man einen idealen, spekulativen Ort und die Kunst dafür nutzen, um auf einen kritischen Zustand zu reagieren? Kann ein mentaler Raum Kraft und Kreativität geben, um soziale Akte zu initiieren?

Durch die Bildung einer Lesegruppe aus Interessenten verschiedener interdisziplinärer Kontexte, mit öffentlichen Veranstaltungen in Ungarn und einer Reise zur d(13) band das Projekt etwa 50 ungarische Kunststudenten und Fachleute in einen Diskussions- und Ausbildungsprozess ein. Die Teilnehmer erfuhren und entdeckten die wichtigsten Ideen der Ausstellung mit einem Fokus auf die Utopie - der Gesellschaft, des Politischen, der Ausbildung.

Die Studenten beschäftigten sich mit verschiedenen Materialien von Künstlern, Theoretikern und Wissenschaftlern der d(13) und hatten Gelegenheit zu Diskussionen und Gesprächen mit den Teilnehmern der d(13). So wurden sie eingeladen, über die Ideen der Ausstellung, aber auch über ihre eigene Situation kritisch nachzudenken und mögliche Vorgehensweisen zu formulieren. Es wurde angestrebt, dass in diesem Prozess Projektkonzepte entstehen, die "The Ideal State/Utopia City" weiterentwickeln.

Partner und Förderer: Kunsthochschule Budapest (MKE), Moholy-Nagy Universität für Angewandte Kunst (MOME), International Business School, Department of Art Management, Robert Bosch Stiftung