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Museum der gebrochenen Beziehungen

Ein Projekt von Marija Ančić und Zvonimir Dobrović

Gastinstitutionen: Stiftung Federkiel, Leipzig, KulturKontakt Austria, Wien und Kampnagel, Hamburg

Oktober 2007, Kunsthaus Tacheles, Berlin (Deutschland)

Mit dem "Museum der gebrochenen Beziehungen" verfolgen die beiden kroatischen Künstler Olinka Vištica und Dražen Grubišić ein innovatives und interaktives Ausstellungskonzept. In Zagreb (HR), Ljubljana (SI), Maribor (SI) und Sarajevo (BiH) erfolgreich erprobt, machten sie im Herbst 2007 als ersten Höhepunkt in Berlin Station.

Über verschiedenste Medien wurden Berlinerinnen und Berliner eingeladen, persönliche Objekte wie Fotos, Briefe, SMSs, E-Mails, Lieder, Tassen, Ringe und Geschenke, die sie an ihre zerbrochenen Beziehungen erinnern, den Ausstellungsmachern zu überlassen. Auf diese Weise nahmen sie als "Spender" (inter)aktiv am Projekt teil. Sie befreiten sich von "problematischen" Objekten, die sie in ihrer Vergangenheit hielten und öffneten sich für eine neue "Sicht der Dinge". Die Spender wurden zu Künstlern und ihre Objekte zu Kunstwerken.

Das Projekt ermöglichte einen Austausch der Erfahrungen und Schicksale zwischen den Menschen in Ex-Jugoslawien und Deutschland: Im Rahmen der Ausstellung in Berlin wurde auch eine Auswahl der bei früheren Ausstellungen in Kroatien, Bosnien und Slowenien gesammelten Objekte ausgestellt. Die Zusammenstellung dieser Objekte in einem "Museum der gebrochenen Beziehungen" in Berlin schuf neue Sinn-Kontexte und bot einen Beitrag zur Völkerverständigung zwischen Ost und West.

Die Ausstellung tourt bis heute weltweit.

Partner und Förderer: Kroatisches Kulturministerium, Balkan Black Box, MitOst e.V.