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Where the East Ends

Ein Projekt von Siarhei Bohdan, Adela Demetja, Nora Dorogan, Radmila Krstajić, Magdalena Lipska und Nadezhda Simakina

Gastinstitutionen: Kulturamt Bonn, Lothringer 13 München, Societätstheater Dresden, K3 Hamburg, Kölnischer Kunstverein, Künstlerhaus Stuttgart und Nassauischer Kunstverein Wiesbaden

September/Oktober 2008, Nassauischer Kunstverein, Wiesbaden (Deutschland)

Die Ausstellung "Where the east ends" zeigte, wie sich junge Künstler aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa mit den wichtigsten soziopolitischen Änderungen der letzten Dekade auseinandersetzen. Ausgangspunkt der Kuratoren waren die Fragen: Inwiefern führt der besondere soziopolitische Hintergrund zu anderen künstlerischen Positionen als im Westen Europas? Ist die Ost-West-Teilung noch berechtigt und funktioniert sie auf der Ebene künstlerischer Aussagen? Was bedeutet "Osten" nach dem Umsturz der Ideologie des Kalten Krieges und welche Bedeutungen trägt das Wort in sich?

Vier Themenkomplexe kristallisierten sich aus den ausgewählten künstlerischen Positionen heraus:

Unter dem Begriff "Migration und Mobilität" beleuchteten Werke von Pavel Braila (MDA), Wojtek Doroszuk (PL), Driton Hajredini (RKS) und Milena Zarić (SRB) das Gefühl von Orientierungslosigkeit und dem Leben zwischen dem Ort, der verlassen wurde, und der neuen Heimat.

Der Komplex "Urbane Transformation" untersuchte den Einfluss politischer Veränderungen, ökonomischer Transformation, des Kriegs und des kapitalistischen Systems auf die urbane und architektonische Landschaft in verschiedenen Städten und zeigte Arbeiten von Anton Bosnjak (BiH), Nikolin Bujari (AL), Damir Očko (HR) und Kamen Stoyanov (BG).

Unter "Rezeption kommunistischer Vergangenheit" wurde gezeigt, wie Künstler den Kommunismus als Utopie neu überdenken und gleichzeitig Kritik an dem gegenwärtigen Trend seiner Negation äußern. Mit Werken von Zbyněk Baladrán (CZ), Nicolas Grosspierre (PL) und Ciprian Mureşan (RO).

Und schließlich wurde mit Positionen von Vladlena Gromova (RU), Marina Naprushkina (BY), Vladimir Nikolić und Vera Večanski (SRB) die Frage nach der "künstlerischen Identität" gestellt.

Im Rahmen der Ausstellung fanden Künstlergespräche und Kuratorenführungen statt.

Förderer: Robert Bosch Stiftung, MitOst e. V. Berlin, Schering Stiftung, ifa - Institut für Auslandsbeziehungen