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Orte der Erinnerung - Erinnerungen orten

Ein kosovarisch-tschechisch-deutsches Begegnungs- und Kunstprojekt

Ein Projekt von Timon Perabo und Frauke Wetzel

Gastinstitutionen: Qendra Multimedia und Collegium Bohemicum

Mai 2009, Kulturzentrum Řehlovice (Tschechische Republik) und Qendra Multimedia Pristina (Kosovo)

Im Rahmen des Projekts begegneten sich jeweils vier junge Teilnehmer aus der Tschechischen Republik, dem Kosovo und aus Deutschland. Zuerst besuchten sie gemeinsam Ústí nad Labem/Aussig und Terezin/Theresienstadt in der Tschechischen Republik und Dresden in Deutschland, danach brachen sie auf nach Pristina im Kosovo. Während der 13-tägigen Reise setzten sie sich intensiv mit dem Thema "Erinnern" in den drei besuchten Ländern auseinander. Die Teilnehmer besuchten zusammen Orte, die mehrere Gewaltherrschaften und gewalttätige Auseinandersetzungen erlebt haben, die im Bewusstsein der Bewohner verankert sind und auch die jungen Einwohner dieser Regionen beschäftigen.

In Ústí nad Labem/Aussig besichtigte die Gruppe Denkmäler und sprach mit Historikern und Künstlern, die zum Thema arbeiten. Zusammen mit einer Zeitzeugin besuchte die Gruppe die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Theresienstadt. Jeden Tag wurden moderierte Gespräche geführt, bei denen das Erlebte besprochen und gleichzeitig in Hinblick auf eine künstlerisch-ästhetische Produktion verarbeitet wurde.

Auch im Kosovo wurde erkundet, welche Formen des institutionalisierten Gedenkens es gibt. Was erschwert und verhindert Gedenken so kurz nach einem Krieg? Über welche Formen und Interpretationen für das Gedenken der Kriege diskutieren und streiten die Menschen vor Ort? Um mehr darüber zu erfahren, welche Formen des öffentlichen Gedenkens sie sich wünschen und befürworten, trafen die Teilnehmer Vertreter aus der Politik, der Zivilgesellschaft und Kriegsopfer.

Partner und Förderer: Technische Universität Dresden, Robert Bosch Stiftung, Goethe-Institut